Einfache Bastelideen für den Sommer mit Kindern

Wie aus ganz normalen Tagen kreative Momente werden, an die ihr euch beide erinnert

Wenn in Deutschland die Sommerferien beginnen, verändert sich irgendwie der Alltag. Die Morgen werden entspannter, feste Routinen lösen sich auf, und plötzlich ist einfach mehr Zeit da als sonst. Für Au Pairs und Eltern kommt dann oft immer wieder die gleiche Frage auf: Was machen wir heute?

Es dauert nicht lange, bis Kinder unruhig werden. Das Neue an der freien Zeit lässt nach, und die Suche nach etwas Sinnvollem beginnt. Nichts Kompliziertes, nichts Teures, sondern etwas, das Spaß macht, kreativ ist und das man gemeinsam erleben kann.

Die Wahrheit ist: Die schönsten Momente entstehen selten durch große Pläne. Sie entstehen durch einfache Dinge, die man zusammen macht, wo Fantasie Platz hat. Mit der Zeit merkt man, dass ein paar gute Bastelideen einen ganz normalen Nachmittag in etwas verwandeln können, das Kindern wirklich im Gedächtnis bleibt.

Hier sind drei Ideen, die genau das schaffen.

1) Steine bemalen

Es fängt meistens draußen an. Ein Spaziergang am Fluss, ein Weg durch den Park oder einfach eine ruhige Ecke in der Nachbarschaft. Kinder brauchen eigentlich keine Aufforderung, um Steine zu sammeln. Sie machen das ganz automatisch, vergleichen Formen, Größen und Oberflächen und behalten die, die sich irgendwie „besonders“ anfühlen.

In dem Moment sammelt ihr nicht nur Steine. Ihr habt schon längst mit der Aktivität begonnen.

Zu Hause geht es dann weiter. Aus einer Handvoll Steine wird plötzlich eine Leinwand. Manche Kinder malen Tiere, andere Muster, und wieder andere haben einfach Spaß daran, alles bunt anzumalen. Es gibt kein richtig oder falsch, und genau das macht es so schön.

Eine besonders coole Variante sind leuchtende Monster-Steine. Tagsüber sind sie bunt und lustig, und nachts fangen sie an zu leuchten. Aus etwas ganz Einfachem wird plötzlich etwas fast Magisches.

Materialien

Saubere, trockene Steine

Acrylfarben in verschiedenen Farben

Leuchtfarbe (Glow-in-the-dark)

Pinsel

Schwarzer Marker oder Fineliner

Optional: weiße Grundfarbe

Schritte

Wascht die Steine zuerst gründlich und lasst sie komplett trocknen. Wenn sie sehr dunkel sind, hilft eine weiße Grundierung, damit die Farben später besser zur Geltung kommen.

Dann bemalt ihr die Steine ganz nach Lust und Laune. Nach dem Trocknen könnt ihr bei Bedarf eine zweite Schicht auftragen.

Jetzt kommt der spaßigste Teil: Mit Leuchtfarbe Augen, Zähne oder Muster aufmalen. Legt die Steine auf eine gerade Fläche, damit nichts verläuft.

Sobald alles trocken ist, könnt ihr mit einem schwarzen Marker Details ergänzen. Kleine Linien oder Umrandungen lassen die Figuren lebendig wirken.

Abends legt ihr die Steine ins Licht, ladet sie auf und macht dann das Licht aus. Und plötzlich leuchten eure kleinen Kunstwerke im Dunkeln.

2) Dosen dekorieren

In vielen Haushalten landen Dosen einfach im Müll, ohne groß darüber nachzudenken. Für Kinder sind sie aber etwas ganz anderes. Eine Form, mit der man spielen kann, eine Oberfläche zum Gestalten, ein Startpunkt für Fantasie.

Es hat etwas richtig Befriedigendes, aus etwas Gewöhnlichem etwas Neues zu machen. Eine einfache Dose kann zu einem Roboter werden, zu einer Aufbewahrungsbox, zu einem Spiel oder sogar zu einem kleinen Deko-Objekt.

Und Kinder gehen oft ganz anders daran als Erwachsene: Es muss nicht perfekt sein. Es soll einfach Spaß machen.

Materialien

Leere Dosen (gereinigt, Etiketten entfernt)

Magnete

Heißklebepistole und Klebesticks

Bastelmaterial wie Knöpfe, Perlen, Pfeifenreiniger

Kleine Metallteile wie Schrauben oder Muttern

Schritte

Zuerst bereitet ihr die Dosen vor. Etiketten entfernen, gründlich reinigen und darauf achten, dass keine scharfen Kanten mehr vorhanden sind.

Dann alle Materialien auslegen und die Kinder einfach entdecken lassen. Dieser Moment ist wichtig, weil hier schon die Ideen entstehen.

Jetzt wird gebastelt. Metallteile können mit Magneten befestigt werden, andere Dinge werden geklebt. Beim Kleben sollte immer ein Erwachsener dabei sein.

Wenn alles fertig ist, werden die Teile an der Dose befestigt. Gesichter, Muster oder einfach kreative Formen, alles ist möglich.

Das Beste daran: Nichts ist endgültig. Die Kinder können ihre Kreationen immer wieder verändern und neu gestalten.

Später werden die Dosen oft weiterverwendet, als Spiel, als Aufbewahrung oder sogar als selbstgemachte Blumentöpfe auf der Fensterbank.

3) Windspiele basteln

Manche Bastelprojekte sind vorbei, sobald sie fertig sind. Andere bleiben. Windspiele gehören definitiv dazu.

Sie sind nicht nur etwas, das Kinder basteln, sondern etwas, das sie behalten. Etwas, das sich bewegt, Geräusche macht und sie immer wieder an den Moment erinnert, in dem sie es gemacht haben.

Genau das macht sie so besonders.

Materialien

Holzstäbchen (z. B. Eisstiele)

Kleber oder Heißkleber

Schmuckdraht oder Angelschnur

Bunte Perlen

Größere Perlen

Quetschperlen

Schere und Zange

Schritte

Zuerst wird die Grundform gebaut. Klebt die Holzstäbchen zu zwei Dreiecken und legt sie übereinander, sodass ein Stern entsteht.

Dann schneidet mehrere Drahtstücke zurecht. An jedes Ende kommt eine Quetschperle, danach werden Perlen aufgefädelt. Zwischendurch größere Perlen einbauen.

Drei dieser Stränge werden am Stern befestigt, sodass sie gleichmäßig herunterhängen.

Der vierte Strang verbindet alles in der Mitte. Danach die Längen anpassen, bis alles schön gerade hängt.

Zum Schluss alles oben fixieren und einen Platz zum Aufhängen suchen.

Wenn sich das Windspiel zum ersten Mal im Wind bewegt und leise klingt, bleiben Kinder oft kurz stehen. Es ist dieser kleine Moment von Stolz, etwas Eigenes geschaffen zu haben.

Fazit

Am Ende geht es bei all dem nicht wirklich um Steine, Dosen oder Perlen.

Es geht um Zeit.

Zeit miteinander. Zeit ohne Druck. Zeit, in der Kinder einfach entdecken, kreativ sein und im Moment sein können.

Für Au Pairs sind genau das die Momente, in denen echte Verbindung entsteht. Nicht durch feste Abläufe, sondern durch gemeinsame Erlebnisse, die sich leicht und natürlich anfühlen.

Vielleicht erinnert man sich später nicht an jedes einzelne Bastelprojekt.
Aber an das Gefühl dieser Nachmittage, das Lachen und die kleinen Erfolge schon.

Und genau das bleibt oft am längsten.

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